(Bilder: ©KölnTourismus GmbH / Andreas Möltgen, ©KölnTourismus GmbH, ©KölnTourismus GmbH / Andreas Möltgen, ©www.koelntourismus.de)
Der Kölner Dom ist eine Kathedrale der Superlative, Wahrzeichen und Mittelpunkt der Rheinmetropole. Seine Größe wird durch das gigantische Turmpaar unterstrichen, das seit seiner Vollendung im Jahr 1880 das Panorama der Domstadt beherrscht. Bis heute ist der Dom, nach dem Fernmeldeturm, das zweithöchste Gebäude in Köln.
Die Baugeschichte
Der Grundstein zum gotischen Dom wurde am 15. August 1248 zum Fest Mariae Himmelfahrt gelegt. Der alte Dom war offenbar nicht mehr repräsentativ genug, die Gebeine der Heiligen Drei Könige zu beherbergen, die der Erzbischof Rainald von Dassel 1164 aus dem eroberten Mailand in die Domstadt mitgebracht hatte. Durch diese Reliquien wurde der Dom zu einer der wichtigsten Pilgerstätten Europas. Im frühen 16. Jahrhundert kam es – teils aus Geldmangel, teils aus Desinteresse – zum Baustopp. Zu diesem Zeitpunkt waren der Chor, der untere Teil des Südturms mit Glockenstube sowie Lang- und Querhaus bis zur Höhe der unteren Arkaden fertig gestellt. Der Nordturm existierte fast noch gar nicht.
Über 300 Jahre bestimmte der gewaltige Torso mit einem großen Baukran auf dem unvollendeten Südturm das Panorama der Stadt.
Um die Wende zum 19. Jahrhundert richteten die Anhänger der deutschen Romantik durch ihre Begeisterung für das Mittelalter das öffentliche Interesse erneut auf den unvollendeten Dom. Der Weiterbau wurde nun auch als nationales Anliegen der Deutschen gesehen. 1842 legte König Friedrich Wilhelm IV. den Grundstein für einen Weiterbau.
Vollendet wurde der Dom 1880 – nach dem überlieferten Plan aus dem Mittelalter – in einer Rekordzeit von nur 38 Jahren.
Es grenzt an ein Wunder, dass der Kölner Dom den Zweiten Weltkrieg trotz Bombenhagel überstand, auch wenn er etliche schwere Schäden davon trug. Heute setzen vor allem Witterung und Umwelteinflüsse dem Dom zu. Die Dombauhütte arbeitet ständig an seiner Erhaltung und Restaurierung – Baugerüste zeugen von den anhaltenden Fassadenarbeiten.
Der Innenraum
Die Masse des Steins scheint fast schwerelos zu den baldachinartigen, 43 Meter hohen Gewölben aufzusteigen. Das schlanke, zum Chorraum hinführende Hauptschiff wird von je zwei Seitenschiffen begleitet. Im nördlichen Seitenschiff dringt das Licht durch fünf prächtige Glasfenster, die aus der Spätzeit der kölnischen Glasmalerei (1507/ 1509) stammen.
In der Vierung steht der moderne Bronzealtar von Elmar Hillebrand (1960). Dahinter liegt der Hochchor mit dem Chorumgang, der in Architektur und Ausstattung zu den großartigen Sakralräumen des Abendlandes gehört. Das Chorgestühl ist mit 104 Sitzen das größte in Deutschland.
Um 1340 entstanden die Chorschrankenmalereien. Darüber stehen die älteren Chorpfeilerskulpturen Jesus, Maria und die 12 Apostel. Der gesamte Zyklus der Glasfenster im Obergaden, des obersten Geschosses des Mittelschiffes, zeigt neben der Anbetung der heiligen drei Könige 48 Königsfiguren.
Hinter dem Hochaltar erhebt sich der Dreikönigenschrein, in dem die Reliquien der Stadtpatrone und die Heiligen Felix, Nabor und Gregor von Spoleto ruhen. Dieses überragende Werk mittelalterlicher Goldschmiedekunst übertrifft in Größe und Pracht alle vergleichbaren Schreine des Abendlandes (6 Zentner schwer, 153 Zentimeter hoch, 220 Zentimeter lang, 110 Zentimeter breit).
Der Weg zum Chorumgang führt links unter der Orgelbühne hindurch. In der Kreuzkapelle hängt das Gerokreuz, die älteste erhaltene Großskulptur des Gekreuzigten diesseits der Alpen. In der Achsenkapelle (Dreikönigskapelle) befindet sich das älteste Fenster des Doms (um 1260) am Originalplatz. Es zeigt in zwei parallelen Reihen Szenen des Alten und Neuen Testaments, die thematisch miteinander verbunden sind. Ein weiteres großes Kunstwerk im Chor befindet sich in der Marienkapelle. Es ist ein dreiflügeliges Altarbild (Triptychon), gemalt von Stefan Lochner für die Rathauskapelle. Entsprechend sind die Heiligen der Stadt dargestellt: die Heiligen Drei Könige, Sankt Ursula und Sankt Gereon mit ihren Mitmärtyrern. Einerseits dokumentiert das Werk die herausragende Malerpersönlichkeit Stefan Lochners, andererseits aber auch das hohe Selbstverständnis der Kölner zu jener Zeit (Mitte des 15. Jahrhunderts). Im mittelalterlichen Sakristeikeller präsentiert die Domschatzkammer einen reichen Fundus von Kirchenschätzen aus den vergangenen Jahrhunderten.
| Eintritt,Dom, ohne Führung für Einzelpersonen | ||
| Erwachsene,Dom, öffentliche Führung | 5,00 € | |
| Ermäßigung,Dom, öffentliche Führung | 3,00 € | |
| Erwachsene,Schatzkammer | 5,00 € | |
| Ermäßigung,Schatzkammer | 2,50 € | |
| Familien,Schatzkammer | 10,00 € | |
| Erwachsene,Turmbesteigung | 3,00 € | |
| Ermäßigung,Turmbesteigung | 1,50 € | |
| Familien,Turmbesteigung | 6,00 € | |
| Erwachsene,Kombikarte Schatzkammer + Turmbesteigung | 6,00 € | |
| Ermäßigung,Kombikarte Schatzkammer + Turmbesteigung | 3,00 € | |
| Familien,Kombikarte Schatzkammer + Turmbesteigung | 15,00 € | |
| Mai-Oktober,Montag-Sonntag | 06:00-21:00 | |
| November-April,Montag-Sonntag | 06:00-19:30 | |
| Zur Mitfeier der Gottesdienste sind Sie uns herzlich willkommen! Eine Besichtigung ist außerhalb der Gottesdienste möglich. | ||
| Januar-Dezember,Montag-Sonntag | 10:00-18:00 | |
| Die Domschatzkammer | ||
| Januar-Februar,Montag-Sonntag | 09:00-16:00 | |
| Turmbesteigung | ||
| März-April,Montag-Sonntag | 09:00-17:00 | |
| Turmbesteigung | ||
| Mai-September,Montag-Sonntag | 09:00-18:00 | |
| Turmbesteigung | ||
| Oktober,Montag-Sonntag | 09:00-17:00 | |
| Turmbesteigung | ||
| November-Dezember,Montag-Sonntag | 09:00-16:00 | |
| Turmbesteigung | ||
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