Rhein-Erft-Tourismus e.V.
 
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Kölner Dom

Der Kölner Dom gehört zu den imposantesten gotischen Bauwerken der Welt und wurde 1996 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Durch den hier aufbewahrten Dreikönigenschrein mit den Reliquien der Heiligen Drei Könige gehört der Dom zu einer der wichtigsten Wallfahrtskirchen weltweit.

Neben dem Dreikönigenschrein gehören das Gero-Kreuz und die vielbesuchte Mailänder Madonna zu den wichtigsten Heiligtümern des Doms.

Der Dom steht in bewusstem Kontrast zu den bis dahin in Köln vorherrschenden Bauformen der Romanik und als Vorbild bei der Errichtung der bis heute erhaltenen Bausubstanz galt die französische Kathedralgotik.

Der Platz, an dem der Dom heute steht, war seit spätrömischer Zeit der Ort, an dem die ersten Christen sich in Köln versammelten. Mehrere, immer größer werdende Kirchen wechselten sich an dieser, nahe der römischen Stadtmauer gelegenen Stelle ab. Der erste, von Bildern her bekannte Kirchenbau war der 870 vollendete karolingische Dom. Mit nur noch kleinen Veränderungen stand dieser Dom bis ins 13. Jahrhundert.

Nachdem die Reliquien der Heiligen Drei Könige durch Erzbischof Rainald von Dassel 1164 nach Köln gebracht worden waren, war der Dom nicht mehr nur Amtskirche des Kölner Erzbischofs, sondern zugleich eine der bedeutendsten Wallfahrtskirchen Europas, für die eine andere architektonische Form notwendig war.

Bevor man mit dem Bau des heutigen gotischen Doms 1248 beginnen konnte, musste man den Alten Dom nach und nach abreißen. Bei dem Versuch den Ostchor mit Brandabbruch niederzulegen brannte 1248 der ganze Bau ab.

Bis 1530 wurde der Dom in weiten Teilen errichtet. Danach wurde die Baustelle stillgelegt und der hölzerne Baukran auf dem Turm des Doms wurde zu einem Wahrzeichen der Stadt.

1794 zogen die französischen Revolutionstruppen in Köln ein, Erzbischof und Domkapitel flohen, und der Dom diente viele Jahre profanen Zwecken, wurde zum Beispiel als Lagerraum genutzt. Erst 1801 wurde er wieder zum Gotteshaus geweiht.

Zwischen 1842 und 1880 wurde der Dom mit seinen beiden Türme schließlich nach über 600 Jahren fertig gestellt!

Obwohl er von vierzehn schweren Fliegerbomben getroffen worden war, überstand der Dom auch den Zweiten Weltkrieg. Viele Jahre der Wiederherstellung folgten. Vor allem am Nordquerhaus wurden dabei auch moderne Bauformen - wie v.a. bei dem von Dombaumeister Willy Weyres und dem Bildhauer Erlefried Hoppe gestalteten Vierungsturm - verwendet.

Noch immer sind einige der im Krieg geschlagenen Wunden nicht geschlossen, und gleichzeitig müssen auch die durch Witterung und Umweltbelastung entstandenen Schäden behoben werden, weswegen der Dom 'die ewige Baustelle' ist.

Das Petersportal stammt aus dem Mittelalter, die zwei anderen Portale des Doms aus dem 19. Jahrhundert.

Die mächtige fünfschiffige Anlage mit Querschiff, Chorumgang und Kapellenkranz wird im Osten von der großen charakteristischen Zweiturmfornt begrenzt. Im Inneren des Domes bilden dreigeschossige Wände das 43 m hohe Mittelschiff. Die Arkaden öffnen sich in die Seitenschiffe, die im Norden von mittelalterlichen Fenstern belichtet werden. Im Südschiff hingegen herrschen die warmen Farben der sog. "Bayernfenster", gestiftet 1847 von Ludwig I. von Bayern, vor.

Der Chor des Doms stammt vollständig aus der frühgotischen Bauphase.

Auf dem Hochaltar steht in Form einer dreischiffigen Basilika der Dreikönigenschrein mit den Gebeinen der Weisen aus dem Morgenland. Traditionell werden hier Anfang Januar Sternsinger in das gesamte Bistum Köln ausgesendet.


Der Dom kann von Einzelpersonen ohne Führung und kostenlos außerhalb der Gottesdienste besichtigt werden. Ansonsten ist eine Besichtigung nur als Gruppe in gebuchten oder öffentlichen, mehrmals täglichen und kostenpflichtigen Führungen in deutsch oder englisch möglich - angeboten durch das DOMFORUM (s. Ansprechpartner) oder durch KölnTouristik (http://www.koeln.de/tourismus/koelntourismus, 0221-2212-3332).

Spezielle Führungen in der Grabung der Schatzkammer, im Glockenstuhl oder auf das hohe Dach können mit der Dombauverwaltung vereinbart werden (nur telefonisch unter 0221-17940-555, Mo. - Do. 10:00 - 13:00 Uhr).

Darüber hinaus sind eine Besichtigung der Schatzkammer und eine Turmbesteigung möglich.

Der anstrengende Turmaufstieg (der Kölner Dom ist ca. 157 Meter hoch!) wird mit einem beeindruckenden Panoramablick über das Stadtgebiet Kölns und das Umland belohnt !

Eintrittspreise

Eintritt,Dom, ohne Führung für Einzelpersonen
Erwachsene,Dom, öffentliche Führung 5,00 €
Schüler,Dom, öffentliche Führung 3,00 €
Studenten,Dom, öffentliche Führung 3,00 €
Behinderte,Dom, öffentliche Führung 3,00 €
Erwachsene,Schatzkammer 4,00 €
Schüler,Schatzkammer 2,00 €
Studenten,Schatzkammer 2,00 €
Behinderte,Schatzkammer 2,00 €
Erwachsene,Turmbesteigung 2,00 €
Schüler,Turmbesteigung 1,00 €
Studenten,Turmbesteigung 1,00 €
Behinderte,Turmbesteigung 1,00 €
Erwachsene,Kombikarte Schatzkammer + Turmbesteigung 5,00 €
Schüler,Kombikarte Schatzkammer + Turmbesteigung 2,00 €
Studenten,Kombikarte Schatzkammer + Turmbesteigung 2,00 €
Behinderte,Kombikarte Schatzkammer + Turmbesteigung 2,00 €

Öffnungszeiten

Mai-Oktober, 06:00-22:00
November-April,Montag-Sonntag 06:00-19:30
Dom. Während der Gottesdienste ist eine Besichtigung nicht möglich.
Montag-Sonntag 10:00-18:00
Schatzkammer
Januar-März,Montag-Sonntag 09:00-16:00
Turmbesteigung
März-April,Montag-Sonntag 09:00-17:00
Turmbesteigung
Mai-September,Montag-Sonntag 09:00-18:00
Turmbesteigung
Oktober,Montag-Sonntag 09:00-17:00
Turmbesteigung
November-Dezember,Montag-Sonntag 09:00-16:00
Turmbesteigung

Dompropstei Margarethenkloster 5

50667 Köln-Zentrum

Tel.: (0221) 179 40-100

Fax: (0221) 179 40-199