Rhein-Erft-Tourismus e.V.
 
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(Bilder: © KölnTourismus GmbH, © Lavinia Kothe)

Historisches Rathaus zu Köln

Kölner und Kunsthistoriker in aller Welt, verbinden mit dem Begriff des Kölner Rathaus vor allem die Rathauslaube. Der von Wilhelm Vernukken zwischen 1569 und 1573 errichtete Rathausvorbau gilt als typisches Beispiel der Renaissancebaukunst. Zu festen Zeiten trat der Stadtrat zu seinen "Morgenansprachen" an diesen repräsentativen Ort, um den Bürgern die neuesten Beschlüsse zu verkünden. Ein Relief an der Brüstung des Obergeschosses zeigt den legendären Kampf des Bürgermeisters Hermann Gryn mit einem Löwen. Sein Sieg über den Löwen symbolisiert den Sieg der Bürger über die Kirche im Ringen um die Stadtherrschaft.


Den Rathausturm ließen die Kölner Zünfte von 1407 bis 1414 errichten, nachdem sie 1396 die Patrizier entmachtet und mit dem Verbundbrief eine neue Stadtverfassung geschaffen hatten. Nicht weniger als 130 Steinstatuen zieren den 61 Meter hohen spätgotischen Turm. Verewigt sind hier Gestalten aus der 2000-jährigen Geschichte Kölns. Bei jedem Stundenschlag der Rathausturmuhr streckt der darunter angebrachte "Platz-Jabbeck", eine holzgeschnitzte Fratze, seine Zunge heraus.


Beim Wiederaufbau des Rathauses kamen Reste des römischen Praetoriums zutage, die man heute besichtigen kann. Das Praetorium war Sitz der römischen Statthalter Niedergermaniens und später der Könige der ripuarischen Franken. Die Geschicke Kölns werden also schon seit 2000 Jahren von hier aus gelenkt.


Die moderne "Piazzetta", eine 900 Quadratmeter große und 12,60 Meter hohe Halle, bildet das räumliche Zentrum des Gebäudekomplexes, um das herum sich die übrigen Bauten gruppieren: im Westen der Hansasaal und die Laube, im Norden der Rathausturm und der Löwenhof, im Osten die Repräsentations- und Diensträume des Oberbürgermeisters und im Süden der Verwaltungstrakt. In der "Piazzetta" schwebt als freihängendes Deckengemälde die monumentale "Wolke" von Hann Trier.


Der Hansasaal aus dem 14. Jahrhundert, ehemals Tagungsstätte der Hanse und später Gerichtssaal und Repräsentationsort des Rates, wurde nach dem Krieg in seiner hochgotischen Form wieder hergestellt. Den Skulpturen der „Neun guten Helden“ an der Südwand stehen an der Nordwand acht Propheten gegenüber, die früher die angrenzende Prophetenkammer schmückten.


Für den Senatssaal im ersten Stock des Rathausturmes fertigte Melchior von Reidt um 1600 das Intarsienportal und das Ratsgestühl an.


Viermal täglich, um 9.00 Uhr, 12.00 Uhr, 15.00 Uhr und 18.00 Uhr, erklingt das Glockenspiel im Rathausturm.


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